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EMS – Fragen und Antworten

Wo kommt EMS-Training her?
Das EMS-Training kommt ursprünglich aus dem Reha-Bereich. Hier wird es eingesetzt, um zum Beispiel nach Verletzungen einem Muskelschwund vorzubeugen. In der Physiotherapie wird das EMS-Training bereits seit vielen Jahren für den gezielten Aufbau von Muskeln angewendet. Auch viele Leistungssportler nutzen das EMS-Training, um ihre Leistung zu erhöhen.

Was bedeutet EMS?
Das EMS-Training heißt Elektronische Muskel Stimulation und arbeitet mit Reizstrom. Dieser soll das EMS-Training deutlich effektiver als herkömmliches Krafttraining machen und für schnelles Muskelwachstum sorgen. Ein Trainer reguliert die elektrischen Impulse mit Hilfe eines Gerätes, an das die Sportler angeschlossen sind, und zeigt die Übungen (z.B. Kniebeugen, Sit-ups). Jede Muskelgruppe kann von dem Gerät einzeln angesteuert werden. Damit der Strom auch bei den Muskeln ankommt, haben die Trainierenden speziell leitende Funktionskleidung an, über die eine verkabelte Weste, ein Hüftgurt sowie Manschetten für Arme und Beine kommen. Das Outfit ist zu Beginn feucht, so leitet der Strom besser.

Wie funktioniert EMS?
Mithilfe des EMS-Geräts werden Elektroimpulse an die Muskeln abgegeben – vier Sekunden lang, dann folgen vier Sekunden Pause. Während des Impulses werden die Übungen absolviert. Diese können je nach individuellem Ziel variieren, umfassen häufig aber alle großen Muskelgruppen. Durch den Reizstrom wird die natürliche Kontraktion der Muskeln von außen verstärkt, die Anstrengung ist deutlich erhöht und selbst vermeintlich leichte Kniebeugen können je nach Impulsstärke zur Zitterpartie werden. Dafür erreicht der Strom auch tiefer liegende Muskelschichten.

Muss ich Angst vor den Stromstößen haben?
Nein. Die Impulse liegen im sogenannten niederfrequenten Bereich. Sie aktivieren lediglich die quergestreifte Muskulatur (Skelettmuskulatur). Die Herzmuskulatur sowie die glatte Muskulatur (Organmuskulatur) werden dabei nicht angesprochen.

Was bringt EMS-Training?
Verschiedene Studien an deutschen Universitäten haben gezeigt, dass das EMS-Training tatsächlich effektiv sein soll: Schneller Muskelaufbau, Lösen von Verspannungen, Linderung von Rückenschmerzen. Eine Untersuchung der Sporthochschule Köln zeigte ein Muskelwachstum von 14 Prozent nach sechsmonatigem EMS-Training. Insbesondere eine schwache Rückenmuskulatur soll von dem Training profitieren. Allerdings raten viele Experten von einem reinen EMS-Training ab. Ausdauersport und normales Krafttraining könne es auf Dauer nicht ersetzen.

Wie schnell sehe ich Erfolge?
Nach Angaben der Anbieter wird die Körperhaltung bereits nach wenigen Trainingseinheiten verbessert. Die Reduzierung des Körperumfangs und der Kraftzuwachs sollen nach vier bis sechs Wochen mess- und sichtbar sein.